Totes Meer
Lieber Webblogleser,
endlich ist der Ramadan zu ende. Hat für uns den Vorteil, dass man in der Öffentlichkeit wieder essen und trinken kann und wir nicht mehr in Marka verdursten müssen. Und das Beste an der Sache ist, es gibt wieder Alkohol. Während des Fastenmonats war es nämlich verboten, diesen zu verkaufen. Hier in Jordanien bekommt man Bier, Wein und Hochprozentiges sowieso nur in speziellen Alkohol-Shops, die von Christen betrieben werden, da es Muslimen verboten ist – glaubt man der konservativen Auslegung des Korans – Alkohol zu trinken, ihn anzufassen oder sogar nur in einem Raum mit diesem „Teufelzeug“ zu sein.
Außerdem sind gerade fünf Tage Ferien, sodass Miri die Gelegenheit genutzt hat und mit ihrer kanadischen Mitfreiwilligen Lindsay übers Wochenende zu uns gekommen ist. Waren echt ein paar schön chillige Tage, in denen wir fleißig Erfahrungen und Erlebnisse austauschen konnten.
Leider musste sie am Sonntag schon wieder zurück, daher sind wir ohne sie ans Tote Meer gefahren. Nach 2h Fahrt und fünf Autos später kamen wir am Amman – Beach an. Ein sehr nobeler Strand für den wir ganze sechs JD blechen mussten. Doch es hat sich wirklich gelohnt, Ein schöner Sandstrand mit Palmen und ein Swimmingpool ohne Salzwasser. Fast hätten wir es geschafft wie Jesus übers Wasser zu laufen, aber das ist ja zu langweilig. Deshalb haben wir uns einfach mal aufs Wasser gelegt. Es war himmlisch. Zum ersten Mal sahen wir live und in Action die moderne muslimische Frau baden. Natürlich von Kopf bis Fuß voll bekleidet.
Natürlich gehört es zum Pflichtprogramm, sich mit heilsamem Schlamm einzureiben. Allerdings kosstet es 2JD.Da wir aber nur arme Volontäre sind, wollten wir uns das nicht leisten. Benny kam auf die geniale Idee, dass schwarze Gold selber abzubauen. Er war so erfolgreich, dass er nicht nur uns versorgte, sondern auch andere Touristen, die das dankbar entgegen nahmen.
Nach einen ausreichenden Salzwasserbad entschieden wir uns für den Pool.

Zurück nach Amman ging es dann mit dem Taxi. Das war sehr eng, da wir uns zu viert auf der Rücksitzbank quetschen mussten.




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