Libanon: Beirut

Lieber Webblogleser,

die Zeit verfliegt und ich kann kaum berichten was ich alles gesehen habe. Deshalb ist es Mal wieder Zeit für einen kleinen Bericht. Diesmal von Beirut. Die Stadt der prallen Gegensätze. Aber gerade das macht sie so faszinierend.

 

Mit dem Servicetaxi über die Berge nach Beirut. Zu erst zuckelte Ich eine halbe Stunde nur Bergauf, vorbei an der Armeekontrolle, einer zerbombten Brücke, auf den Gipfel der Berge und dann eine halbe Stunde nur Berg ab. Die ganze Zeit sieht man Werbeschilder für Hautenge jeans, in denen sich schlanke Frauen rekeln. Im Tal am Meer liegt dann die größte Stadt des Libanons, Beirut. Für mich heißt das sich dann erst einmal umschauen. Zerbombte Häuser, wo fast nichts mehr steht, der Krieg ist doch eben erst ein Jahr her. Je weiter ich Richtig Beach laufe werden die teuren Einkaufszentren oder Hotels mehr und mehr. Zwischen drin steht aber immer noch mal vereinzelt ein vollkommen kaputtes Haus. Die Militär- und Polizeipräsenz wird auch immer stärker. Jeder Polizist hat ein MG in der Hand, jeder Soldat sowieso.

 

zerbombtes Haus

 

Das ist eine Straßensperre von Downtown. Dort warn von nicht all zu langer Zeit Demonstrationen von Hisbollahanhängern. Die haben sich dann rundum das Moderne Downtown zum campen niedergelassen. Seit dem ist Downtown mit seinen schönen Cafes eine Geisterstadt, da keum noch jemand nach Downtown geht. Aber ich war da. Grins J

 

Straßensperre Downtown

 

Ab Abend ging es dann in das Nachtleben von Beirut. Mit dabei waren Sara und Heiko. Sara arbeitet bei der Botschaft und Heiko ist am Freitag in der Nachtfrisch aus Deutschland eingeflogen. Er arbeitet mit libanesischen Behörden zusammen und will die Drogenanbaugebiete verkleineren (sie liegen in der Bekaa Ebene, also wo meine Schule steht). Zu Dritt sind wir dann durch eine Barmeile von Beirut gezogen und haben uns im Endeffekt zwei verschiedene ausgesucht. Das Angebot ist einfach umwerfend und gigantisch. Da ist München mit der Leonbergstraße nichts dagegen. Also ICH liebe es.

 

Bar

 

Übernachtet habe ich dann in einer schicken, Nobel eingerichteten, für eine Person viel zu große, mit mehreren Balkonen und Meerblick ausgestatteten Wohnung. Sie gehört Sara, eben Botschaftsangestellte. Danke an dieser Stelle noch einmal für die liebe und nette Gastfreundschaft. Ich habe sie erst eine gute Woche vorher kennen gelernt, da sie mit einem EX-Volontär an der Schneller schule vorbeikam und erzählt hat, das sie in Beirut wohnt.

 

Am Samstag ging es dann an den Strand sonnen. Also im November ohne T-Shirt am Meer liegen und die Sonne genießen ist einfach klasse. Später gab es dann noch Argile und ganz leckeren Fisch in einem Restaurant am Meer. Zwar teuer aber super lecker. Am Abend sind wir dann zu Daniel, einen UN Mitarbeiter, gelaufen. Er wohnt im Sperrgebiet, das heißt durch Militärkontrollen durchlaufen. Gegenüber wohnt ein gefährdeter Politiker. In der Nacht ging es dann auf eine Halloween Party und dann wieder in eine Bar. Ich lasse es mir eben gut gehen.

 

Sonntag hatte Heiko Geburtstag und hat uns zum Essen eingeladen. Danke es hat chinesisch und gut geschmeckt. Später ging es dann wieder zurück zur Schneller Schule und zurück in den Alltag. Es ist krass das ich jetzt schon Alltag erzählen kann. Nächste Woche kommt hier dann ein Bericht über meine Family oder ähnliches, Hauptsache dieses Mal von der Schule.

 

Tschüss sagt Christoph bis nächste Woche, oder bald in einem Rundbrief

 

Grüße aus Khirbet Kanafar

Christoph

 

Ps.: Sarah ich glaube du ließt meinen Blog echt nicht, denn hier steht immer noch kein Kommentar von dir. Ich werde solange immer am Ende über dich etwas schreiben bis du einen Kommentar hinterlässt. Also Sarah liebt Verbotene Liebe und Rosamunde Pilcher.

~ von Christoph am 7 November, 2007.

Eine Antwort to “Libanon: Beirut”

  1. Ich glaub jetzt gehts los!
    Ich lese deinen Blog nicht? So ein Quatsch! Ich verfolge dein Leben immer völlig gespannt :-)
    Nee, wirklich! Ich lese deinen Blog und deine Mails (hab die mit den Bildern übrigends bekommen) und freue mich dass du immer noch unter den Lebenden bist und dass es dir gut geht. hab nächste Woche frei, da schreib ich dir mal ne längere Mail!

    Alles Liebe udn viele, viele Grüße aus Marburg!
    Sarah (die es nicht schlimm findet, Verbotene Liebe udn Rosamunde Pilcher zu lieben – aber es hätte mich doch interessiert was in den Wochen danach über mich rausgekommen wäre :-) )

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