zu Ostern – eine Reise durch die Kultur des Libanons

Lieber Webblogleser,

Die Osterfeiertage waren etwas Besonderes für den Volontär Christoph im Libanon. Alles begann am Mittwoch den 19.März. wo alle Kids hektisch das Anwesen der Schneller-schule verlassen haben um möglichst schnell in ihren Heimatdörfern die Osterfeiertage zu verbringen. Und so kam es, das Christoph alleine das ganze Schnelleranwesen für sich hatte und das an seinen Geburtstag. Am Abend durfte dann eine kleine Geburtstagsfeier im engsten Freundeskreis nicht fehlen. Dazu erschienen zwei Freunde die ihre libanesische Feier-Kultur paarten mit der Deutschen.

 

Am Donnerstag begab sich dann Christoph auf eine Reise in die alte kultische Zeit nach Baalbek. Im Norden der Bekaa-Ebene stehen alte und ehrwürdige Heiligtümer die nur darauf warten ihre mystische Ausstrahlung abzugeben. Und so durfte Christoph durch eine Tempelanlage stolzieren, die über 3000 Jahre alt ist. Leider ist schon ziemlich viel verfallen von den ehemals ehrwürdigen alten großen Gebäuden, aber es ist immer noch sehr beeindruckend die alten Säulen voller Ehrfurcht anzustarren. Die alte Welt erlangt vor dem inneren Auge mehr und mehr Einzug. Es waren sehr viele Souvenierverkäufer vor den ehemaligen Hallen versammelt um ihre Schätze loszuwerden. Man fühlt sich wie auf einen Markt auch wenn diesmal nicht Opferschafe oder ähnliches angeboten wurde, sondern Hisbollah T-Shirts und Fahnen. Beim nächsten Besuch wird sich christoph damit reichlich eindecken.

 

Der Freitag war dann von urlaub auf Balkonen bestimmt. Mit kurzer Hose, ohne T-Shirt ausgestattet ging es auf den  Balkon um in der Sonne bei guten 25 Grad ein spannendes Buch zu lesen. Leider wurde die Sonne unterschätzt und der Sonnenbrand wird für Christoph die nächsten Tage sehr schmerzhaft sein. Als die Sonne dann schon fast untergegangen ist, darf am Karfreitag natürlich auch der Gottesdienst nicht fehlen. In Khirbet Kanfar  gibt es eine Maronitische Kirche die bis auf den allerletzten Platz gefüllt war. Es gab viele Gesänge und am ende eine Prozession vor der Kirche. Dabei wurde ein schwarzes Tuch, gefüllt mit Kerzen und Blumen hinter dem Kreuz und vor der gesamten Kirchengemeinde ehrfürchtig getragen. Dieses Tuch soll den Leichnahmen Jesu darstellen.

 

Der Samstag bedeutete wieder ein Eintauchen in eine alte Kultur. Zu allererst ging es von der Schnellerschule nach Beirut und von dort aus nach Tripoli im Norden. Dort herrscht der größte Suk (traditioneller Markt) des Landes. Man kann durch keine verwirrenden Gassen schlendern und rechts und links werden die Waren angeboten. Dabei kann man alles kaufen, angefangen vom frischen Fisch über Gewürzen, Kleidern, Schuhe, Kaffeservis, bis hinzu Süßwaren und leckeren libanesischen Sandwichs. Der Suk in Amman (Downtown) ist nichts im vergleich zu Tripoli wo ich echt in eine alte Welt eintauchen durfte. Leider fehlen hier die Bilder, aber meine Digitalkamera ist ja verschwunden. Später ist christoph dann nach Byblos aufgebrochen, was in der Mitte zwischen Tripoli und Beirut liegt. Dort ist eine der ältesten Städte des Landes  ausgegraben worden und man kann über die Ruinen laufen und eine Schönheit nach der anderen bewundern. Leider sind alte Steine nicht für jeden ein faszinierendes Erlebnis, aber Christoph hat es sehr genossen.

 

Der Ostersonntag war dann dazu da, in die heutige Zeit wieder einzutauchen und sich dabei den Wurzeln des christlichen Glaubens bewusst zu werden. Im Ostergottesdienst der All Saint Church konnte Christoph richtig auftanken und die Auferstehung Jesu angemessen feiern. Die Kirche wurde von Security bewacht, die angehörige der englischen Botschaft schützen sollte. Und so erhellte die heutige Zeit wieder mehr und mehr Einzug in das Bewusstsein des Christophs.

~ von Christoph am 25 März, 2008.

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